Segler ABC
Du hast das Segeln bereits für dich entdeckt und lieben gelernt? Dann sind die nachfolgenden Ausführungen für dich Repetition oder du kannst direkt zu den Törns oder der Kontaktaufnahme schreiten :-)
Für die weniger oder auch noch gar nicht erfahrenen, zukünftigen Segler/innen habe ich nachfolgend versucht, auf die wichtigsten Punkte eines jeden Segeltörns einzugehen:
Der Skipper
Der Skipper ist die Person, die das Boot kommandiert; der Kapitän sozusagen. Er ist derjenige, der für das Boot, den Komfort und vorallem die Sicherheit derer, die sich an Bord befinden, verantwortlich ist. Er plant die Überfahrten zu den gemeinsam besprochenen Reisezielen, leitet das Ankern oder An- und Ablegemanöver und übernimmt die Navigation an Bord. Weiter stellt er sicher, dass das Seerecht und die örtlichen Vorschriften eingehalten werden.
Die Sicherheit
Die Sicherheit steht bei allen anstehenden Entscheidungen immer im Vordergrund! Deshalb findet für die Crew zu Beginn des Törns, noch vor dem ersten Auslaufen, eine Sicherheitseinweisung statt. Dabei orientiert der Skipper über die vorhandenen Rettungsmittel, das Verhalten bei Brand, Wassereinbruch, Mensch-über-Bord, die Handhabung von Gasgeräten und generell über das Verhalten und Bewegen an Bord eines Schiffes.
Das Logbuch
Das Logbuch beinhaltet Aufzeichnung über die wichtigsten Faktoren eines Törns. Dies sind z.B. das Wetter, die Fahrgeschwindigkeiten, gefahrene Kurse, Segelstellungen, besondere Ereignisse und Vorgänge sowie Anker- und Anlegeorte. Das Logbuch ist chronologisch aufgebaut und nicht zur Veröffentlichung bestimmt. Im Gegensatz zu einem Tagebuch dient es jedoch im Bedarfsfall auch als Beweismittel. Die Führung eines Logbuchs ist auf jedem Boot verbindlich und kann, bei Interesse und nach entsprechender Einweisung, auch durch Crewmitglieder geführt werden.
Vorkenntnisse
Vorkenntnisse sind für meine Törns nicht für alle Teilnehmenden notwendig: Als optimal hat sich jeweils eine durchmischte Crew mit Erfahrenen und Neulingen bewährt.
Einmal muss ja jeder anfangen und selbst der älteste Seebär begann mal als Rookie!
Gute Seemannschaft
Auf See sowie in den Marinas und Häfen gibt es traditionelle, teilweise ungeschriebene Verhaltensregeln, die sich über viele Jahre entwickelt haben und die von vielen Wassersportlern eingehalten werden. Auf den von mir angebotenen Törns wird der guten Seemannschaft ebenfalls nachgelebt; die Teilnehmenden werden, falls noch nicht bekannt oder sogar selbstverständlich, mit den Regeln vertraut gemacht.
Siehe dazu z.B. folgender (externer) LINK
Reisegepäck
Dein Gepäck sollte in einem Seesack oder einer Reisetasche Platz finden. Koffer oder sperrige Reisetaschen können an Bord nicht verstaut werden. Beschränke dich beim Gepäck auf das Notwendigste und benutze entsprechende Packlisten.
Ein Muster einer individuell anpassbaren Packliste findest du unter diesem (externen) LINK
Bootsschuhe, Rettungswesten etc.
(Boots)-Schuhe mit heller, nicht färbender Sohle sind auf allen Törns notwendig und werden ausschliesslich an Bord getragen. Bei Segel- sowie An- und Ablegemanövern werden sie aus Sicherheitsgründen ebenfalls getragen. Bei ruhiger See ist barfusslaufen an Bord natürlich erlaubt und auch üblich.
Persönlich vorhandene Rettungswesten können gerne mitgebracht werden. Feststoffwesten in genügender Anzahl gehören zudem zur vorgeschriebenen Ausrüstung einer jeder Charteryacht.
Der Kauf von teurem Spezialequipment ist für die angebotenen Törns nicht notwendig: Wir haben ja nicht vor, nachts stundenlang bei eisigen Temperaturen herumzudampfen... Da es aber in der Nebensaison teilweise doch noch kühl werden könnte, empfiehlt sich die Anwendung des Zwiebelprinzips bei der Oberbekleidung. Diese muss nicht seglerspezifisch ausfallen; sehr gut eignet sich dazu z.B. auch vorhandene Kleidung aus dem Outdoor- und Wanderbereich.
Das Leben an Bord
Auf einer Segelyacht sind die Platzverhältnisse eingeschränkt und es gibt unterwegs nicht sehr viele Möglichkeiten, einander aus dem Weg zu gehen. Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Teilnehmern ist somit zwingend nötig und stellt einen entscheidenden Faktor zum guten Gelingen eines Segeltörns, welcher dann auch in positiver Erinnerung bleibt, dar.
Die Innenraum-Aufteilung variiert von Yacht zu Yacht; eine Küche, WC's und Duschen, Essraum und Schlafkojen sind jedoch auf jeder Yacht vorhanden. Eine Segelyacht verfügt zudem über einen Wassertank mit beschränktem Inhalt. Auch Strom steht nicht unbegrenzt zur Verfügung: Alle gängigen Stromverbraucher können jedoch via USB-Anschluss oder auch mit 12 Volt geladen werden.
Die Bordkasse
Nebst den Charterbeträgen fallen auf einem Segeltörn auch Kosten wie z.B. für Proviant, Hafen- und Bojengebühren, Restaurantbesuche und, meist erst am Ende des Törns, für den verbrauchten Diesel an.
Nach dem Check-in aller Teilnehmer/innen auf der Yacht wird deshalb ein Bordkassenführer bestimmt und alle Mitsegler/innen zahlen anschliessend anteilig in diese Kasse ein. Während des Törns werden aus der Bordkasse dann die laufenden Ausgaben wie z.B. Hafen- und Bojengebühren, finanziert. Geht die Bordkasse zur Neige, muss anteilig neu eingezahlt werden.
Nach alter Tradition wäre der Skipper vom Einzahlen in die Bordkasse befreit. Auf den von mir angebotenen Törns verzichte ich auf dieses "Privileg", da mir dies nicht entspricht und ich mich dabei nicht wohl fühle. Ich werde mich somit anteilsmässig ebenfalls wie die Crew an der Bordkasse beteiligen.
Kluge Köpfe haben zwischenzeitlich Apps entwickelt, welche einerseits die laufende Buchhaltung aber auch die nicht immer einfache Schlussabrechung doch erheblich erleichtern.
Pro Woche, je nach Anzahl Mitsegler, gewählter Übernachtungsorte und dem sgewählten Törnstandart ist für einen wöchentlichen Törn erfahrungsgemäss mit einem Bordkassenbetrag von ca. CHF 150-250 pro Mitsegler/in zu rechnen.
Aufgaben und Ordnung an Bord
Segelferien sind Aktivferien: Jedes Crewmitglied wird in irgend einer Form in den Tagesablauf eingebunden. Das gilt für die Mithilfe beim Abwaschen, Abtrocknen, das Führen der Bordkasse, beim Kochen, Aufräumen sowie auch beim An – und Ablegen und Ankern.
Wer möchte darf sehr gerne auch dem Skipper zur Hand gehen, wenn es ums Segelsetzen, Steuern oder Navigieren geht. Wenn dies gewünscht ist, sind Segelhandschuhe oder gute Fahrradhandschuhe obligatorisch.
Für ein angenehmes Bordklima ist es nötig, auf dem Schiff eine gewisse Ordnung zu halten. Hier ist jeder mitverantwortlich. Wir sind an Bord ein Team. Die Kabinen hält jeder für sich sauber und in Ordnung. Die Nasszellen und WC's werden nach jedem Aufsuchen sauber und ordentlich verlassen, so dass es anschliessend wirklich jeder wieder ungeniert nutzen kann.
Seekrankheit
Viele haben wohl Bedenken, dass sie seekrank werden könnten. Diese Angst ist in den meisten Fällen unbegründet und ist vielfach schon nach wenigen Stunden auf dem Wasser verflogen. Ausserdem gibt es gute Tricks, der Seekrankheit vorzugreifen. Falls alles nichts hilft, sind an Bord auch erprobte und in der Regel schnell wirkende Medikamente verfügbar.
Versicherung
Für alle Törns verfüge ich über eine Skipperhaftpflicht-, Kautions-, Charterausfallskosten- und Annullationsversicherung, welche alle Crewmitglieder einschliesst. Der individuelle Prämienanteil ist in den aufgeführten Preisen bereits eingerechnet und enthalten. Somit ist für die Teilnehmenden kein zwingender Abschluss einer weiteren Versicherung notwendig.